Das Konzept: freiberufliche Genesungsbegleitung

Als Genesungsbegleiterin habe ich die Möglichkeit, als Angestellte einer Klinik, eines sozialpsychiatrischen Zentrums oder eines Anbieters für Betreutes Wohnen, Tagesstruktur oder ähnliches zu arbeiten. Oder ich nutze die Möglichkeit, die Dienstleistung „Genesungsbegleitung“ als Freiberuflerin anzubieten.

In diesem Fall schließe ich mit meinen Klienten individuelle Vereinbarungen, die sich nach ihrem Gesprächsbedarf, ihren finanziellen Möglichkeiten und meinen freien Ressourcen richten.

Auf diese Weise kann ich gewisse Lücken im Betreuungssystem schließen, die ich selbst als Betroffene erfahren musste. Privat bezahlte Genesungsbegleitung kann als Überbrückung bis zur Gewährung institutioneller Hilfen bzw. Therapieformen oder als zusätzliche eigenständige Hilfestellung gesehen werden.

Leider ist die politische Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten, dass die Dienstleistung „Genesungsbegleitung“ einen eigenen Tarif in unserem Gesundheitswesen hat.

Im Verbund mit Gleichgesinnten im Kreis Viersen, den Erfahrungsexperten am Niederrhein, arbeite ich daran, das Konzept „Genesungsbegleitung“ für Klienten interessanter zu machen. Hierbei wird sowohl der Vulnerabilität der Teilnehmer, als auch der arbeitsrechtlichen Bedürfnisse potenzieller Arbeitgeber gleichsam Rechnung getragen. Gemeinsam schultern wir Aufgaben, die jeden von uns einzeln definitiv überfordern würden.